Quelle: Taunus Zeitung vom 09.09.2011-(Corina Appel).

Bei der FWG wird die Kultur hochgehalten

Nicht nur politisch, auch kulturell ist die FWG aktiv. Am Sonntag stand eine geschichtliche Wanderung auf dem Programm mit anschließendem Mittagessen auf der Burg Reifenberg.

Außerhalb ihrer politischen Aktivitäten pflegt die FWG auch ein Kulturprogramm. Dabei geht es vor allem darum, ungezwungen zusammenzukommen und Freundschaften zu knüpfen, beleuchtete der Fraktionsvorsitzende Thomas Willroth den Hintergrund der kulturellen Unternehmungen. Und: "Dazu sind nicht nur die FWG-Mitglieder, sondern alle Bürger eingeladen", betonte er.

Für den vergangenen Sonntag hatte der vor einigen Monaten gegründete Kultur-ausschuss eine Wanderung organisiert. Sie führte vom Supermarkt-Parkplatz an der Weil entlang Richtung Niederreifenbrg und am Bärenfichtenweiher aufwärts zur Ruine der Burg Hattstein. Nur die Umrisse des alten Burggrabens und einige Mauerreste zeugen heute noch von der einstigen Höhenburg, die etwa vom 12. Jahrhundert bis Mitte des 15. Jahrhunderts genutzt wurde. 1467 nahm Walter von Reifenberg die Burg ein und ließ sie schleifen. Damit war es vorbei mit der Herrlichkeit der Hattsteiner Ritter.

tl_files/docs/bilder schmitten/fnp_import_tzt040911FWG_cwa1_090911[1].jpg
Die FWG-Mitglieder wanderten zur Burg Oberreifenberg, wo sie von
"Grillmeister" Oswin Herr (links) empfangen wurden. Foto: cwa

Alte Schulden

Lydia Linstaedt, Mitglied der FWG und Vorstandsmitglied des Burgvereins Reifenberg, hatte einige Informationen zu dieser Burgruine und ihrer Geschichte im Internet gefunden. Ihr Parteikollege Andreas Schwarz trug die Geschichte der Anlage im Wald am Sängelberg während der Wanderung vor. Dabei berichtete er über eine interessante Begebenheit, die Linstaedt ebenfalls bei ihrer Recherche gefunden hatte: Im Jahr 1614 hatte Philipp Georg von Hattstein den lehensfreien Teil der Burg an Johann Heinrich von Reifenberg verkauft. Doch der Kaufpreis wurde nie vollständig bezahlt.
"Wir haben sehr erfreut zur Kenntnis genommen, dass hier noch Schulden bestehen und überlegen einen Antrag in der nächsten Gemeindevertretersitzung", witzelte Volker Lehwalder, Vorsitzender des Gemeindeparlaments, gut aufgelegt.
Und da es auch bei einer kulturellen Wanderung von Politikern nicht ohne politische Inhalte geht, gab es zum Beispiel einige interessante Informationen zum aktuellen Thema Wasserversorgung. Kürzlich hätten in Arnoldshain Notwasserrohre gelegt werden müssen, da ein Wasserbehälter fast leer gelaufen war, berichtete Lehwalder. Nach diesen Einblicken möchte die FWG gerne eine überparteiliche Führung, damit die Zusammenhänge des Schmittener Wassersystems und damit zusammenhängende Maßnahmen besser verstanden werden.
Jede Wanderung hat einmal ein Ende, auch die der FWG. Die Mitglieder und Bürger trafen etwa eineinhalb Stunden nach dem Start auf der Burg Reifenberg ein. An der Burghütte hatte FWG-Mitglied Oswin Herr bereits den Grill angeheizt und sorgte so für die Verpflegung seine Parteigenossen mit leckeren Bratwürsten. Die Salate dazu steuerten die FWG-Frauen bei.
Nachdem sich alle gestärkt hatten, waren auch Rosi und Jürgen Fischer vom Burgverein eingetroffen und führten über das Burggelände. Dabei gab es auch Informationen zu den Reifenberger Rittern. Das Wetter spielte ebenfalls mit, so dass die kulturelle Veranstaltung der FWG eine gelungene Sache war. Informationen zu weiteren Veranstaltungen, an denen alle Bürger teilnehmen können, gibt es unter http://www.fwg-schmitten.de.